Passwort-Hacking: Online vs. Offline

Beide Angriffe sind im Kern dasselbe: ein Kandidat nach dem anderen wird durchprobiert. Der entscheidende Unterschied ist, wie oft das pro Sekunde passieren kann — online über das Netzwerk gegen einen Server, offline lokal gegen eine gestohlene Hash-Datei.

Ein Angriffs-Tool spielt den Login-Vorgang direkt gegen den Server durch — über das jeweilige Protokoll selbst (z. B. SSH, FTP oder SMB). Jeder Kandidat ist ein vollständiger Login-Versuch: anfragen, Antwort abwarten, nächster Kandidat.

(1) Login-Versuch (2) Hash-Vergleich (3) Ergebnis (4) Antwort Angreifer SSH / FTP / SMB Server prüft je Anfrage Nutzer-DB Passwort-Hash
Demo starten, um die Versuchsschleife zu sehen.

Versuchsprotokoll — ein Login-Versuch pro Netzwerk-Anfrage

Antwortzeit / Versuch
≈ 90 ms
Effektive Rate
≈ 11 Versuche/s
Zeit für 10.000-Wörter-Liste
≈ 15 Minuten

Was die Geschwindigkeit begrenzt

Jeder Versuch durchläuft den vollständigen Weg Angreifer → Server → Nutzer-DB → Antwort. Diese Netzwerk- und Verarbeitungszeit lässt sich pro Versuch nicht wegoptimieren — der Angreifer wartet bei jedem einzelnen Kandidaten auf die Antwort des Servers, bevor der nächste startet.

Der Angreifer ist bereits im Besitz der Hash-Werte — etwa aus einem Datenleck. Ab hier läuft alles lokal auf eigener Hardware: kein Netzwerk, kein Server dazwischen. Das Durchprobieren ist genauso iterativ wie beim Online-Angriff, nur läuft jede Iteration lokal im Speicher statt über das Netz.

(1) Kandidat erzeugen (2) Hash & Vergleich Angreifer eigene GPU-Hardware Hashcat Wordlist / Brute-Force gestohl. Hashes
Demo starten, um die Versuchsschleife zu sehen.

Versuchsprotokoll — läuft komplett lokal, ohne Server

Hashrate
—
Keyspace (8 Zeichen)
36⁸ ≈ 2,8 × 10¹²
Zeit bis geknackt
—

Was die Geschwindigkeit bestimmt